Apr 25, 2012

Nichtsistleer

Leer

Hinter dir folgend auf den Schatten 
Hoffend 
Nichts
Vergib uns salziges Geschrei der Totenduft
Bitte sei
Nichts
Hüllenloses Tageslicht auseinander flüchtet sich das
Nichts
Jeder Schritt in ein Loch und Sonne bricht doch
Nichts 
Töne ohne Hall wie Taube durch die
Wohnung ich habe
Nichts 
Mehr - soviel Verlust in einer Sekunde, so wenig Trost in einer Stunde
Nichts 
Leer ist leben
 leben ist leer 
leben warst du
 jetzt ist leben nichts
Mehr 

Sep 21, 2011
Papst? Gott? Religion? Nein danke

Papst? Gott? Religion? Nein danke

Aug 30, 2011

Der Hierarch - ein Abend im April (szenische Lyrik, taktloses Lesen)

Kehle schneidend –schnürende Turnschuhsenkel, Alarm im Hochhaus… bewusst

Bewusst – los

Bewusst – los

Finde den Fehler

Finde das Messer

Wenn nicht tot, dann werde fetter

Erzeuger! Hirnverquollen narrative Gedanken

Im Nichts gepaart

Am Panzer wandert Blut, am Geldschein reibt sich die Muse

Flatrate im Bordell?

Sich selbst zu schade

Geh wie Barschel allein ins Bade –

der Hierarch

Stückenweise entfernte Subkultur

Sie hatte nur den Kopf im Gasherd

Heiner Müllers Erbrechen – deutscher Bühnengeist

Der Monarch und sein Staat

DDR Vasall

BRD Donnerhall

Schwarze Ebbe, entfernte Kerne – Treibholz Endstück

Hier und jetzt

Wo ist da der Imperativ

Finde den Fehler

Finde die Knarre

Sieh in den Lauf, eine Kugel für uns beide

Lass unser Blut Erdbeben sein – Tsunami der Bewussten

Mutter lass das Weinen

Kind lass das Reden

Erde lass das Leben

Der Hierarch und sein Tod

Die Sonne und ihr Mond

Bewusstlos – ein Abend im April!

Aug 24, 2011

Brecht!

Brecht

Auseinander zusammen gegen

Brecht

weltall erwacht, sonnenstrahl, meeresschein

brecht

aufeinander über durcheinander

Brecht! Brecht! Brecht!

galilei war mensch und maschine

trieb und treibjagd

wachst und brecht

esst und brecht

seid Brecht! Trakl! Caesar!

Der Zyklop auf dem Thron

Darunter seine Hunde

Krieg ist Fassade

Es ist Brecht

Vergesst

Es nicht…

Jul 31, 2011

Unter_

Und sollte ich mich sorgen

Gewinne die Oberhand

Und sollte ich erobern

Gewinn du die Oberhand

Trage unterm Mond das schiere Lachen

Trage unterm Ich das wirre Wachen

Die Tage werden kurz und Blut trinkt

Alle

Der Anzug sitzt zu eng

Und sollte er mich töten

Gewinne die Oberhand

Und sollte ich nicht mehr lachen

Gewinne Du die Oberhand

An ortsfremden Ufern

Wo Meer und Land vereinigt waren

Fließt mein Blut ins Land

Gewinne Du die Oberhand

Mar 31, 2011

Lucifer over Japan

Aus der Tiefe stieg er und brachte die Schwingen mit

Und brachte das Frieren mit, den schwarzen Gedanken

Das unerlaubte Schrecken

Mitten in der Nacht, mitten im Ozean, unter den Augen der Einheimischen

Luzifer über Japan

Und der Spiegel erhob sich mit einem Faustschlag

Gegen das Volk, gegen die Erde, gegen die Welt

6 tiefe Hiebe, 6 Meter Massenpanik, 6 tote Kinder in der Nacht

Luzifer über Japan

Nur weil wir ruhig schlafen, wütet er noch immer

Nur weil wir Sushi essen, ist er nicht unsterblich

Nur weil wir seine Kinder sind, verschont er uns nicht

Luzifer über japan

Im Beta Zerfall schwebt Hoffnung

Und der Brutreaktor wird zur Zelle

Keimlinge der hoch gebildeten Kleingeister

Der Lichtbringer regiert uns alle

Luzifer bringt endlich Nacht

Wenn die Evolution sich selber frisst

Und die Kinder

Und die Mütter

Und all die  traurigen Gestalten

Lucifer over japan

Mar 31, 2011

Zwischen SEIN

Wir leben zwischen Vollwaschmittel und Gardinenweiß, Parkettpflege und Pantoffeln für den Hausgebrauch. Die Zeit der Verachtung ist vorbei. Angekommen im echten Leben, im Normfinden der eigenen Identität, am Ende der Rebellion, des Aufbegehrens und der Illusion anders sein zu wollen. Plötzlich ist die Adventszeit besinnlich, der Glühwein schmackhaft und die selbstgebackenen Plätzchen heilig. Wie Dreck wirkt die Vergangenheit, die da mit ganz anderen Idealen spielte. Ein ungebremster Schatten, der noch lange nicht stillsteht, weil das Herz stets einen Schritt weiter schlägt und immer wieder, weiter, höher ist. Die Zeitlupe verlangsamt nur das Sterben auch wenn die Zeiger sich schneller bewegen. Innerlich tot oder ausgebrannt? Dem Plätzchenmännchen fehlt ein Arm, man isst es trotzdem, keine Spur von Mitleid, dem Elch fehlt das Geweih – er sieht aus wie ein Wildschwein, rapide Metamorphose der Mutationen, man isst es trotzdem, das Kind verhungert ungezeugt, man lebt trotzdem weiter. Was, wenn  das Alter mich auffrisst, wenn meine Herkunft mich zermürbt und ich werde wie meine Eltern? Zwei Tage vor Weihnachten stelle ich mir solche Fragen, vielleicht, weil ich nicht die richtigen Weihnachtsgeschenke habe, vielleicht weil Marilyn Manson so herrlich morbide durch die Boxen dröhnt und mich glatte 12 Jahre zurückversetzt, vielleicht auch, weil Warten keinen Spaß macht – wie ein Ladebalken am PC, das Zuschauen ist entsetzlich, aber man kann es nicht lassen.

Die Waschmaschine steht, sie brummt – entsetzlich und ich müsste eigentlich Zähneputzen, es ist bereist 11:34 Uhr. Mittagszeit im Haus, doch keiner macht mit. Krieg müsste man sein, da gehen alle hin, auch wenn sie es nicht wollen. Widerwillig vergleiche ich Jetzt und Gestern, Heute und Morgen und bleibe am Endergebnis hängen wie die Maschine zwischen den Programmen. Ein Wechsel ist unabdingbar, weil die Programmierung stimmt und ein kurzzeitiges Ausschalten führt nur zur Stundung der Ereignisse. Zukunft scheint nur mittelbar einflussfähig zu sein und eigentlich entkommt man ihr nicht.

11:42 und die Zähne sind geputzt, vor dem Haus hat gerade ein rüstiger Alter im aufgemotzten Golf GTI geparkt, ein  Auto, das eher nach seinem Enkel aussieht. Stolz wittert er die Blicke der Anrainer und geht noch einmal eine Runde.  Ich ignoriere ihn, das Rudelführerprinzip – Aufmerksamkeit gewähre ich und lasse mich nicht dazu auffordern. Apropos Auffordern, die Maschine kündigt ungefragt durch lautes Piepen ihr Ende an und ich muss sie entleeren. Bewegungsabläufe, die mir nicht fremd, aber unheimlich sind, fördern sie doch stumpfe Monotonie im Alltag, doch diese ist längst eingetreten. Freie Tage wirken wie Oasen bis sie vorbei sind, dann sind sie nur noch die Vasallen der Arbeitswoche. Was man von ihnen hat? Mehr Schlaf, weniger Zeit, die Hoffnung auf Erholung und ein ausgedehntes Frühstück.

11:50 Uhr. Dieser Text fängt an mich langweilen, vielleicht sollte ich den Fernseher einschalten, das Gehirn aus und einfach vegetieren, ist ja mein freier Tag, den muss ich genießen. Der Ladebalken ist halb voll und das ganze Leben noch vor mir. Gardinenweiß und Parkettpflege runden das Inventar nur ab. Ich ergebe mich genüsslich den nächsten Tagen und Weihnachten wird weiß. Coma white world  singt Manson, von mir aus. Im Koma sind hier sowieso schon alle.

Mar 31, 2011

Japan bewegt

Und hinein kam die schwarze Hölle

Wie ein ewig langer Strom aus dunklem blut

Und in ihm schwammen sie

Die Bauern, die Verkäufer, die armen, die kleinen

Die Erlösung auf den Lippen,

den Schmerz in den Augen

wenn das Einzige implodiert

und das Jetzt aufhört.

Wie ein schwarzer Strom aus Hölle

kam das Blut an die Küste

wie die Dunkelheit fraß er das Leben

nimm meine Hand

bitte drück sie fest in dein Herz

nimm die kleine Hand

deiner Tochter – sie ist tot

die Erlösung ist das einzige

im Jetzt der Schmerzen

wenn das Leben implodiert

und das Herz aufhört

Nov 16, 2010
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Neokrar - Feuer auf Bagdad!

Aug 31, 2010
angel versus death

angel versus death

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